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Bauproduktenverordnung

Fehlende Rechtssicherheit

für Handwerker?

Im Juli 2013 trat europaweit die Bauproduktenverordnung (BauPVO) in Kraft. Mit einer guten Absicht: Sie soll den Handel mit Bauprodukten erleichtern und einheitliche, klare Regeln für den Zugang zur CE-Kennzeichnung schaffen.

Im Sinne der BauVPO dürfen Bauprodukte jetzt ausschließlich mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet werden. Dieses CE-Zeichen attestiert allerdings nur, dass ein Bauprodukt entsprechend einer harmonisierten Norm in der EU in Verkehr gebracht werden darf. Nicht geregelt hingegen ist die Art und Weise der Verwendung – dazu verweist die europäische Verordnung auf den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Mitgliedsstaaten. Doch im Berufsalltag kommt es genau auf diese einheitlichen Regelungen an, schließlich sollen Handwerker für die Bauwerksicherheit geradestehen. So müssen zum Beispiel E-Handwerker beim Einbau von Kabeln und Leitungen eine Gefährdungsbeurteilung eines Gebäudes vornehmen, die zum Sicherheitsbedarf dieses Gebäudes passt. Dafür gibt es aber weder verbindliche Orientierungshilfen noch normative Vorgaben als Verbindung zwischen Produkt- und Installationsanforderung.


Positionspapier des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH)

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat deshalb ein Positionspapier veröffentlicht, in dem er sich für eine Novelle der Verordnung stark macht. Darin wird auch eine praxisnähere Aussagekraft des CE-Zeichens gefordert. Insgesamt listet das Positionspapier sechs Schwachpunkte der Verordnung auf und liefert dazu jeweils einen Verbesserungsvorschlag.

Sollte es zu einer Novelle der Verordnung kommen, wird mit einer neuen Fassung nicht vor dem dritten Quartal 2021 gerechnet. Wir bei Sonepar werden dieses Thema auch weiterhin für Sie beobachten und über Neuerungen informieren.