Lichtmanagement – Einsatz von intelligentem Licht
Lichtambiente von OSRAM.
Die Anforderungen an die moderne Beleuchtungstechnik präsentieren sich vielfältig. In früheren Zeiten ging es nur darum, Licht für unterschiedliche Sehaufgaben bereitzustellen. Heute dagegen sind zusätzlich Eigenschaften wie Komfort, Ambiente, Funktionalität und Energieeinsparung gefordert, z.B. in Form tageslichtabhängiger Konstantlichtregelung.
So sprechen wir, wenn es um flexible Beleuchtung und bedarfsgerechten Lichteinsatz geht, heute nur noch von Lichtmanagement = intelligente Lichtsteuerung, was die Sache sicherlich auch besser beschreibt.
Lichtmanagement steht also für eine flexible Beleuchtung und bedarfsgerechten bzw. situationsabhängigen Lichteinsatz. Wo die konventionelle Raumbeleuchtung an ihre Grenzen stößt und die Anforderungen an visuelle Ergonomie, Nutzerorientierung, Wohlbefinden und Energieoptimierung nicht erfüllen kann, ist eine intelligente Lichtsteuerung gefragt. Z. B. ist das in der Abbildung unten gezeigte Büro ausgestattet mit einen Lichtsensor für die tageslichtabhängige Regelung, einen Bewegungsmelder, der reagiert, wenn der Mitarbeiter den Raum für mehrere Minuten verlässt und einen Infrarotempfänger für die Fernbedienung, mit der sich das Beleuchtungsniveau, ebenso wie mit dem Einbautaster, individuell regeln lässt.
Dies setzt eine Beleuchtungsanlage voraus, in der Leuchten einzeln oder in Gruppen zusammengefasst werden, individuelle Lichtwerte als Lichtszene gespeichert und auf Anforderung abgerufen werden können. Gleichzeitig sollten sich die Lichtszenen vom Anwender einfach ändern und speichern lassen. Weitere Anforderungen ergeben sich bei der Integration von Beleuchtungsanlagen in Gebäudemanagementsysteme (etwa KNX-EIB, LON usw.), wo neben zentralen Schaltvorgängen auch zusätzlich Zustandsmeldungen gefordert sind.
Arbeitszimmerausleuchtung
Klassische Installation überfordert
Mit den Mitteln der traditionellen Elektroinstallation und selbst mit der weit verbreiteten analogen 1...10V-Ansteuerung lassen sich solche Wünsche nur sehr schwer und nur mit sehr hohem Aufwand realisieren. Eine Vielzahl von Komponenten muss eingesetzt werden, um eine programmierte Szene zu verändern, oft sind auch aufwendige Eingriffe in die Verdrahtung erforderlich.
DALI – die einfache und flexible Alternative
Was die moderne Beleuchtungstechnik daher braucht, ist ein ebenso flexibles wie einfaches System, das sich mit wenigen, kostengünstigen Komponenten, geringem Verdrahtungsaufwand und anwenderfreundlichem Bedienkonzept auf die raumbezogene Lichtsteuerung konzentriert. Dafür hat die lichttechnische Industrie einen neuen digitalen Kommunikationsstandard für Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) entwickelt: DALI - Digital Addressable Lighting Interface.
Die Vorteile für Elektroinstallateure
Da DALI ein digitales System mit nur einer Leitung ist, kann es nicht nur leicht installiert werden, sondern ist auch ausgesprochen kostengünstig und spart somit Zeit und Ressourcen.
Einfache Verdrahtung
Für die Verdrahtung ist lediglich ein für die Netzspannung zugelassenes Standardkabel mit 5 Adern erforderlich, über welches die Stromversorgung und die DALI-Kommunikation erfolgt, so dass keine separate Busleitung und keine speziellen Werkzeuge erforderlich sind. Da bei DALI die Polarität nicht beachtet werden muss und eine freie Wahl der Topologie erlaubt ist, werden die bei 1-10V-Systemen üblichen Verdrahtungsfehler ausgeschlossen.
DALI heißt einfach und flexibel
Bei einem digitalen System entfällt die Notwendigkeit, Leuchten nach Gruppen zu verdrahten. Das System ist einfach zu programmieren und kann bei veränderten Anforderungen umprogrammiert werden, was eine kostspielige neue Verdrahtung unnötig macht. Da das Schalten lokal über die Vorschaltgeräte selbst erfolgt, sind keine Schaltrelais erforderlich.
DALI ist zukunftsweisend
DALI kann mittels einer einfachen Datenaustausch-Schnittstelle, so genannter Gateways, ganz bequem in ein Gebäudemanagementsystem integriert werden. Dank der zentralen Überwachung des Lampenstatus werden die Prüfung, Fehlersuche und Inbetriebnahme vereinfacht und der entsprechende Zeitaufwand reduziert. Ca. 80 Prozent der Beleuchtungskosten entstehen erst während der Nutzung. Ziel ist es daher, die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten zu senken, betriebliche Abläufe zu optimieren sowie den Wert der Anlagen langfristig zu erhalten. DALI ist hierfür prädestiniert.
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