Einbruchmelder - wie wählt man den richtigen?
Bei der Auswahl der geeigneten automatischen Melder stehen Planer und Entscheider einer Vielzahl unterschiedlichster Typen und Arten gegenüber.
Aufgabe der Melder ist es, Gefahren (Einbruch, Sabotage usw.) zu erkennen und der Zentrale einen Alarm zu melden. In der Einbruchmeldetechnik wird grundsätzlich zwischen automatischen und nichtautomatischen Meldern unterschieden. Bei den nichtautomatischen Meldern geschieht die Alarmierung durch die gezielte Einwirkung von außen, z.B. bei Überfalltastern. Automatische Melder hingegen erkennen Gefahren selbstständig. Der geeignete Meldertyp muss nach den speziellen Verhältnissen des zu sichernden Objektes ausgewählt werden. Bei der Planung und Projektierung sind die vorliegenden Umwelteinflüsse zu berücksichtigen und es muss der entsprechende Meldertyp eingesetzt werden, um Täuschungsalarme zu verhindern.
Hier die wichtigsten Melder mit einer kurzen Beschreibung sowie deren Besonderheiten.
Infrarot-Bewegungsmelder
Der Melder erfasst die von einem Menschen hervorgerufene Infrarot-Wärmestrahlung und löst den Alarm selbstständig aus. Infrarot-Bewegungsmelder eignen sich zur Raumüberwachung (Fallen- und Volumenüberwachung), insbesondere von Fluren und Gängen. Die Melder brauchen ein freies Sichtfeld auf den zu überwachenden Bereich. Fehlalarme können ausgelöst werden durch Wärmequellen mit schnellen Temperaturänderungen.
Ultraschall-Bewegungsmelder
Dieser Einbruchmelder sendet nicht hörbare Schallwellen aus, die von einem Empfänger wieder aufgenommen werden. Bewegungen innerhalb des Wirkungsbereiches führen zu Veränderungen der Schallwellen, und der Alarm wird ausgelöst. Fehlalarme können durch starke Geräusche im Ultraschallbereich, durch Heizungsgebläse oder Luftturbulenzen ausgelöst werden.
Passiver Glasbruchmelder
Bei diesem Melder registriert ein Sensor Schallwellen, die durch das Zerbrechen einer Glasscheibe entstehen. Der Sensor wird einfach auf die feste Scheibe aufgeklebt. Passive Glasbruchmelder sollten nur bei Doppelverglasungen (Isolierglas, Doppelfenster) eingesetzt werden, da es sonst durch Störgeräusche zu Fehlalarmen kommen kann.
Magnetkontakte
Magnetische Kontakte melden das Öffnen von Türen und Fenstern. Bei der Montage von Magnetkontakten sollte der Reedkontakt auf dem festen und der Magnet auf dem beweglichen Teil des Fensters oder der Tür montiert werden.
Aktiver Glasbruchmelder
Diese Melder bestehen aus einem Körperschallsender und -empfänger mit je einem piezoelektrischen Wandler. Der Sender gibt über den Wandler Körperschallschwingungen an die Scheibe ab, diese breiten sich im Glas aus und gelangen zum Empfänger. Beim Bruch der Glasscheibe wird die Übertragungsstrecke unterbrochen und ein Alarm abgegeben. Aktive Glasbruchmelder eignen sich für die Überwachung großer Glasflächen und die Absicherung hoher gewerblicher Risiken.
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