Warum sind Wärmepumpen so interessant für Bauherren oder Modernisierer?
Mit der Energieeinsparverordnung - EnEV - ist das Niedrigenergiehaus zum Standard geworden. Der Wärmebedarf von Neubauten soll gegenüber den Anforderungen der letzten Wärmeschutzverordnung von 1995 noch einmal um 30 Prozent gesenkt werden, die Gebäude werden immer dichter, ein Natürlicher Luftwechsel findet nicht mehr statt. Hinsichtlich der Wärmeerzeugung fällt die Entscheidung heute immer häufiger zugunsten moderner Wärmepumpentechnik kombiniert mit einer Lüftungsanlage.
Diese Integralsysteme können die Be- und Entlüftung von Wohnungen und Einfamilienhäusern, die zentrale Warmwasserver-
sorgung sowie die gesamte Wärmeversorgung übernehmen. Es werden häufig Geräte mit dezentraler Zuluft eingesetzt. In den Außenwänden des Gebäudes werden in den Wohn- und Schlaf-
räumen Zuluftventile mit Wetterschutzgitter, Winddrucksicherung und Filter eingesetzt, deren Anzahl und Platzierung richtet sich nach der vorher durchzuführenden Volumenstromberechnung.
Es ist sicherzustellen, dass der Mindestvolumenstrom erreicht wird und Überstrommöglichkeiten wie Türspalten oder Türgitter sind vorzusehen. Der Elektro-Handwerker kann dieses als Systemlösung aus einer Hand anbieten. Der Einsatz der Wärmepumpe ist praktizierter Umweltschutz, werden dadurch doch Ressourcen geschont und zudem umweltbelastende CO²-Emissionen reduziert.
Warum sind Wärmepumpen so interessant für Bauherren oder Modernisierer? Wärmepumpen sind Heizsysteme, die ein Mehr-
faches der aufgewendeten Endenergie als Nutzwärme abgeben und dem Bauherren dadurch helfen langfristig viel Geld einzu-
sparen. Der Grund hierfür ist, dass Sie die gespeicherte Sonnenenergie aus den Wärmequellen Grundwasser, Außenluft und Erdreich nutzen. Auch Prozesswärme aus Abluft, deren Energie-
inhalt normalerweise nicht genutzt wird, ist eine gute Wärmequelle. Bei der Geräteaufstellung ist zu beachten, dass es nicht neben oder unter Schlaf- und Wohnräumen steht und darf nicht auf schwimmenden Estrich aufgestellt werden. Es empfiehlt sich eine Beton-Fundamentplatte mit untergelegter Gummimatte oder Körperschall-Dämmplatte zu verwenden. Um anfallendes Kondenswasser abzuführen, ist ein Abfluss in der Nähe erforderlich
Die Abluft wird aus den Bädern, der Küche oder einem Hauswirtschaftsraum abgesaugt. Dunstabzugshauben und Ablufttrockner dürfen nicht in die Abluftleitung eingebunden werden. Für die Abluft müssen Wickelfalz-Rohre im Gebäude verlegt werden. Direkt hinter dem Gerät ist ein Schalldämpfer in die Abluftleitung zu installieren. Der Anschluß zum Gerät sollte mit Flexrohr ausgeführt werden. Die Abluftrohre sind mit ca. 60-100 mm Mineral- oder Glaswolle zu dämmen.
Bei der Montage des Rohrsystems ist darauf zu achten, dass ein Abkürzen der Rohre rechtwinklig ausgeführt wird. Das abgekürzte Rohrende muss entgratet werden. Vor der Montage von Formteilen ist zu überprüfen, ob die Gummidichtung unbeschädigt ist. Das Formteil wird dann bis zur Sicke in das Rohr eingesteckt und mit Blechschrauben oder druckdichten Popnieten befestigt. Eine leichte Drehung des Formstücks während des Einsteckens erleichtert die Montage. In den einzelnen Räumen werden einstellbare Abluftventile eingesetzt. Bei der Inbetriebnahme der Anlage sind die Tellerventile gemäß der Volumenstromberechnung einzustellen.
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